Zum Kauf eines Volleyballes wurde ein Beipackzettel mit folgenden

Sicherheitsanweisungen beigelegt.

12.September 2010

Die 10 eisernen Volleyballspielregeln vom 6 er-Pasch, Sulzbach.

 

Von den Freizeitvolleyballern ( 6er-Pasch ) wurden folgende Spielregeln ausgearbeitet. Nur die absolute Einhaltung stellt einen reibungslosen Ablauf des Spieles sicher. In diesem Sinne: Viel Spaß beim Volleyball !!!!

1. Aufwärmen

 Es ist peinlichst zu vermeiden, sich vor dem Training oder Spiel durch Laufen, Gymnastik usw. aufzuwärmen.
Nur wer sich kalt ins Getümmel stürzt, lernt die ganze Beweglichkeit seines Körpers kennen. Laßt knacken !!!!

 2. Pritschen:  

Nicht pritschen, sondern patschen heißt die Devise. Der Ball muß unbedingt mit der ganzen Handfläche gespielt werden.
Das muß man hören können. Besonders erstrebenswert ist es, das Pritschen allmählich zu einem reinen Werfen zu vervollkommnen.

3. Stellen:

 Unter allen Umständen muß vermieden werden, den Ball hoch und weich zum Mitspieler zu stellen. Mit so einem Ball kann man nichts anfangen. Den verliert man ja aus den Augen. Deshalb flach zuspielen, möglichst in Höhe der Gürtellinie. Für Steller gilt, nie einen Schritt in Richtung Ball machen. Wenn er nicht optimal und direkt auf Dich kommt, einfach mit Nichtbeachtung ignorieren.

4. Baggern:

 Das Baggern dient gar nicht der weichen Ballannahme einer gegnerischen Aufgabe oder eines Angriffschlages, um ein Spiel aufzubauen. Nein ! Der Ball muß möglichst fest und knallig an die Hallendecke, oder noch besser, an die gegenüberliegende Wand gedonnert werden. Nur so kommt ein gediegenes Spiel zustande. Im übrigen: Immer nur mit angewinkelten Armen baggern. Gestreckte Arme sind uncool. 

5.  1-2-3:

 3x spielen: Ein alter Hut. Rüber und nüber, so geht’s. Da wird`s den Mitspielern wenigstens richtig schwindelig.
Und der einzelne hat auch nicht so viele Ballberührungen. Die wären ohnehin nur lästig.

6. Netz:

Das Netz ist nur zum Berühren da. Jawohl, möglichst oft rein ins Netz. Volle Pulle. Am besten mit dem Netz in die gegnerische Spielhälfte fallen oder gleich aus der Halterung reißen. Das macht Spaß und so hält das Netz auch besonders lange.

7. Aufmerksamkeit:

 Wozu das Spiel beobachten? Spiel ohne Ball: Quatsch. Am besten unterhält man sich während des Spiels intensiv mit einem Spieler oder Gegenspieler über das Mittagessen oder das Wetter. Vielleicht kann man auf diese Weise auch Verabredungen treffen Wochenenderlebnisse oder Kochrezepte austauschen. Und wenn Gelegentlich mal ein Ball kommt, Huch! Nur nicht erschrecken. Einer wird ihn schon kriegen.

8. Der Ball:

Der Volleyball ist in Wirklichkeit gar kein Volleyball. Er ist ein Fußball. So oft und so fest wie möglich an die Wand kicken. So bleibt er immer schön in Form. Am besten nimmt man dafür die teuersten und besten Bälle( Mikasa-Super-Plus ). Der ist dafür wie geschaffen.
Bei Aufgabenwechsel den Ball nicht ins andere Feld rollen. Niemals!!! Das ist nicht sportlich. Rüberdonnern!
Mit Bande! Da vergeht wenigstens die Zeit und so mancher bekommt vielleicht noch was auf die Brille. Klasse!

9. Netzauf- und abbau, Aufpumpen der Bälle:

Nicht drum kümmern. Möglichst einzelnen ( den dummen ) überlassen. Die können das. Die haben Übung. Am besten erst kommen wenn schon alles gerichtet ist. Und gleich nach den Spiel ab unter die Dusche. Da wissen die anderen wenigstens, daß sie eine Aufgabe haben und gebraucht werden. Das stärkt das Verantwortungsgefühl.

10. 6er-Pasch-Kasse:

Mit der Zahlung von Beiträgen und Auslagen stets im Rückstand sein. Der Kassiere freut sich immer darüber. Dem Geld nachzulaufen ist sein Hobby. Im übrigen gilt: Nur wer Schulden hat ist angesehen. Auch im Volleyball.


Mit merkwürdigem, nachdenklichem Gruß,

Helmut

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